Hundeerziehung-Grafik-5
Hundeerziehung ohne Stress

mit dem zweifachen Weltmeister Dirk Grünberg
und seinem weißen Schäferhund Zeus


Frage: 

Hier unser Problem:
Wir wohnen in einer Erdgeschoss-Wohnung und haben den Rhein und die Ruhr fast vor die Haustüre. Der Rhein ist zu Fuß in 5 Min. zu erreichen und die Ruhr mit dem Auto auch in ca. 5 Min. Vor der Haustüre befindet sich eine sehr großzügige Wiese, auf der Sammy auch sehr schnell sein Geschäft erledigt. 

Möchte man aber mal etwas weiter laufen, setzt er sich hin und läßt sich durch nichts bewegen, weiter zu gehen. Weder gutes Zureden noch Leckerlies bringen Sammy dazu, eine Richtung einzuschlagen, die weg von der Haustüre führt. Am Rhein oder an der Ruhr setzt er sich zwar auch ab und zu mal hin, wenn er nicht weiter laufen will, kommt aber doch schnell angerannt sobald wir uns etwas weiter entfernt haben.

Sammy hat auch schon eine ganze Menge seiner Artgenossen kennen gelernt und bis jetzt auch noch keine schlechten Erfahrungen damit gemacht. Wir waren nun schon das zweitemal in der Welpenschule wo Sammy überwiegend mit den anderen Welpen rumtoben kann. Aber auch hier ist er sehr zurückhaltend und jankt viel rum. Zu Hause jankt er auch wenn er seine richtige Schlafstellung nicht sofort findet.

Deshalb nenne ich ihn schon manchmal "kleine Heulboje". Sammy war knapp 7 Wochen alt (jung) als wir ihn zu uns nach Hause geholt haben, und lebt heute genau die vierte Woche bei uns. 

Ich weiß, dass Geduld das A und O bei Welpen ist, aber wenn er da so jankend sitzt und partout nicht die Richtung gehen will die ich möchte oder auch vielleicht mit ihm gehen muss, bricht es mir das Herz und ich schäme mich auch ein wenig vor den Blicken der Leute. 

Nun ja, ich hoffe das Sie mir da ein wenig weiterhelfen können und bedanke mich hiermit sehr herzlich.

Meine Antwort:

zunächst bedenken Sie bitte, dass Ihr Hund noch sehr jung ist. Mit 11 Wochen braucht man noch keine kilometerlangen Spaziergänge.

Hinzu kommt, dass Ihr Hund unsicher zu sein scheint. Das ist nicht ungewöhnlich. Allerdings ist er extrem früh von seiner Mutter weggekommen, was ebenfalls einen Einfluss auf sein Verhalten haben wird. 

Ich vermute mal, dass sich der "Züchter" auch nicht viel Mühe mit der Umweltsicherheit der Welpen gemacht hat. Aber gerade solchen Hunden muss man Zeit geben, sich an neue Situationen und/oder Orte zu gewöhnen. Auf jeden Fall sollte er so viele positive Erfahrungen machen wie möglich, und so wenig negative wie es nur irgend geht.

Und geben Sie ihm Zeit. Auch zum Auftauen in der Welpenschule. Und das Janken ist ein Zeichen von Unbehagen. Das darf man eigentlich nicht verbieten. Man sollte eher mal versuchen, es dem Hund behaglich zu machen.

Herzliche Grüße 

Dirk

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