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Hundeerziehung ohne Stress

mit dem zweifachen Weltmeister Dirk Grünberg
und seinem weißen Schäferhund Zeus

Hund randaliert

Hund randaliert: Machen auch Sie diesen Fehler?

Der größte Fehler, den wir Hundeliebhaber beim Thema Randalieren machen, ist, dass wir zu spät darauf reagieren.

Hier ein Beispiel:

Wenn wir nach Hause kommen und die Couch ist angefressen, machen wir - aus unserer Sicht zurecht - mächtig Theater ...

… aber es ist einfach zu spät!

Unser Hund lebt ausschliesslich im ‚Hier und Jetzt‘. Das Zerstören der Couch ist für ihn schon lange vorbei und er bringt unseren Ärger nicht damit in Verbindung.

Er versteht natürlich, dass Herrchen oder Frauchen sauer ist, aber ist nicht in der Lage, einen Zusammenhang mit seinem lang zurück liegenden Verhalten herzustellen.

Mit anderen Worten:
Es hilft nicht das geringste, ihn erst zu tadeln, wenn wir nach Hause kommen.

Das einzige was hilft, ist unseren Hund dabei zu erwischen, wie er Dinge kaputt macht oder randaliert. Denn dann können wir auf ihn einwirken. Und er wird verstehen, dass wir sein Verhalten nicht akzeptieren.

Ansonsten ist es zu spät und wir müssen uns wohl oder übel mit dem angerichteten Schaden abfinden.

Also - wichtig …

… das „Wir-kommen-nach-Hause-und-sind-sauer-Syndrom“ hilft in dieser Lage absolut nicht weiter.

Aber wie wir das Problem stattdessen in den Griff kriegen, das verrate ich Ihnen hier.

Hund randaliert:
Was ich noch darüber wissen sollte…

Beim Randalieren müssen wir unserem Hund erst mal klar machen, dass wir nicht möchten, dass er randaliert. Dafür empfehle ich das Verbotskommando. Das sollten wir gezielt üben, um folgendes zu erreichen: Wenn wir sagen, dass er irgendetwas sein lassen soll, dann muss er es auch tatsächlich bleiben lassen.

Auch hier sollten wir wieder darauf achten, unseren Hund nicht zu verwirren.

Er muss schliesslich lernen, dass es einerseits ok ist, mit seinem  Spielzeug im Maul durch die Gegend laufen, es aber andererseits nicht ok ist, wenn es sich um unsere Schuhe handelt. Und diesen Unterschied zu erkennen ist für ihn gar nicht so leicht. Um so wichtiger ist wieder Konsequenz.

Wie können wir aber verhindern, dass unser Hund Dinge kaputt macht, wenn wir gar nicht zu Hause sind?

Nun, das üben wir am besten, indem wir dem Hund den Eindruck vermitteln, wir seien nicht da, sind es in Wirklichkeit aber doch.

Zum Beispiel so:
Wir legen unserem Hund einen Schuh hin, gehen aus dem Zimmer raus und warten, bis er sich dann den Schuh greift. Und dann kommen wir um die Ecke und wenden wieder das Verbotskommando an, so dass der Hund lernt: „Oh, auch wenn Herrchen nicht zu sehen ist, dann hat er wohl trotzdem was dagegen, wenn ich an seine Schuhe gehe“.

Und sollte unser Hund randalieren, wenn er alleine bleiben musste, dann sollten wir versuchen, ihn vor dem Alleine bleiben körperlich auszulasten. Das heißt, er soll seine Energie loswerden können und müde sein, solange wir nicht da sind. Im Idealfall schläft er dann sogar.

Wenn das nicht geht, dann sollten wir ihn beschäftigen solange wir nicht da sind. Zum Beispiel mit Intelligenzspielzeug, bei dem der Hund Scheiben drehen muss oder Verstecke durchsuchen muss, um an Leckerlies ranzukommen. Dann ist er beschäftigt.

Und wenn das auch nichts hilft, dann müssen wir den Hund eben so halten, dass er nichts Wertvolles kaputtmachen kann. Wir könnten ihn in einem leeren Zimmer unterbringen, in dem er nichts kaputt machen kann oder ihn in seiner Transportbox unterbringen. 

Aber das alles sind natürlich nur Behelfslösungen. Auf Dauer werden Sie einfach nicht darum herum kommen, das Alleinebleiben mit Ihrem Hund intensiv zu üben.

Ich hoffe, das was hilfreich…

… und für alle, die gerne noch mehr darüber wissen möchten, wie sie das Randalieren unterbinden können, gibt es hier noch mehr Tipps

Dirk mit Zeus


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