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Hundeerziehung ohne Stress

mit dem zweifachen Weltmeister Dirk Grünberg
und seinem weißen Schäferhund Zeus

Stubenrein

Stubenrein: Machen auch Sie diesen Fehler?

Der größte Fehler, den wir Hundeliebhaber beim Thema Stubenreinheit machen, ist, dass wir dem Hund nicht genügend Möglichkeiten geben, sein Geschäft dort zu verrichten, wo er es verrichten soll.

Das bedeutet gerade beim Welpen, dass wir immer auf der Hut sein und unseren Hund genau beobachten müssen:

Wann wird er unruhig? Wann zeigt er die ersten Anzeichen? Wann könnte es wieder so weit sein?

Die letzte Frage ist ganz besonders hilfreich – wann könnte es soweit sein?

Auf jeden Fall, wenn…

… unser Hund geschlafen hat und wieder aufwacht. Dann können wir davon ausgehen, dass er muss. Wenn er gerade gefressen oder gesoffen hat. Wenn er eine Weile lang beschäftigt war oder gespielt hat. Und wenn eine ganze Weile gar nichts passiert ist, dann können wir eigentlich auch davon ausgehen, dass er bald mal wieder muss.

Und wenn wir darauf achten, ihn regelmäßig zu den Plätzen zu bringen, wo er sein Geschäft verrichten darf, geht das mit der Stubenreinheit eigentlich von ganz alleine. Denn er ist ja bestrebt, seine eigene "Höhle" möglichst sauber zu halten – wir müssen ihm nur die Gelegenheit geben.

Und nach und nach lernen wir Herrchen und Frauchen auch die kleinen Anzeichen kennen:

Wenn er unruhig wird, wenn er anfängt zu schnuppern, wenn er in eine Ecke geht.

Und dann können wir anfangen, die Anzeichen dafür zu nutzen, um ihn sofort dahin zu bringen, wo er eben machen darf.

Und später wird er auch darauf achten, dass er Ihnen Signale sendet „Herrchen, ich muss mal“.

Aber bis es so weit ist, ist es unsere Aufgabe, unseren Hund zu beobachten und immer dann, wenn er gerade muss, ihm auch die Gelegenheit zu geben, es dort zu machen, wo er es auch in Ruhe kann.

Wenn Sie das so angehen, kann eigentlich gar nicht mehr viel schiefgehen.

Also - wichtig…

… das „Ihm-nicht-oft-genug-die-Gelegenheit-geben-Syndrom“ ist einer der großen Fehler, die wir Hunde-Fans oft unwissend machen - aber hoffentlich können Sie ihn ab jetzt vermeiden.

Und natürlich gibt es auch noch viele andere Fehler, die wir bei dem wichtigen Thema Stubenreinheit aus Versehen machen können – und wie wir die verhindern können, das verrate ich Ihnen hier.

Stubenrein:
Was ich noch darüber wissen sollte…

Beim Thema Stubenreinheit sollten wir Hundeliebhaber wissen, dass Hunde eine angeborene Sauberkeit haben. Das bedeutet, sie versuchen von sich aus, ihre Höhle reinlich zu halten.

Jetzt kann es natürlich sein, dass unser Hund nur den kleinen Bereich,  auf dem sein Kissen liegt, als seine "Höhle" betrachtet und den Rest der Wohnung als sein Revier, in dem er ruhig mal ein Häufchen setzen darf.

Unsere Aufgabe ist es deshalb, dem Hund klarzumachen: „Hey, die ganze Wohnung gehört zu deiner Höhle. Und das Revier, in dem du rumläufst, Spaß hast und mit anderen Hunden spielst, ist draußen." 
Und dort ist es auch völlig in Ordnung, sein Geschäft verrichten.

Wenn unser Hund versucht, sein Geschäft an einer "falschen" Stelle zu verrichten, dann hindern wir ihn daran, damit er merkt: "Oh, hier werde ich nicht in Ruhe gelassen". Wir schnappen ihn uns dann einfach und bringen ihn zu der Stelle, wo er darf und da lassen wir ihn dann in Ruhe machen.

Und wir brauchen ihn auch nicht groß loben, wenn er sein Häufchen gemacht hat. Es ist für ihn Erleichterung genug und muss durch Lob nicht extra verstärkt werden.

Wenn Sie sich an diese Tipps halten und ein wenig Geduld haben, sind sie damit auf der ganz sicheren Seite.

Ich hoffe, das war interessant…

… und für alle, die gerne noch mehr darüber wissen möchten, wie sie ihrem Hund zur Stubenreinheit verhelfen können, gibt es hier noch weitere Tipps

Dirk mit Zeus


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